Europa als offener Raum

Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Österreich nahmen an einer innovativen Konferenz zu "Europabildung 2015" in Linz teil.

19.10.2009/msc

Europabildung 2015

Europabildung 2015 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz in Linz (© Ulrich Eigner)

Die von der Europapartnerschaft in Linz durchgeführte Lehrerinnen- und Lehrerkonferenz (7. bis 9. Oktober) war ein voller Erfolg. 109 Teilnehmende aller Schultypen diskutierten engagiert rund um das Thema "Europabildung – Wie kann die Schule auf das Leben im vereinten Europa vorbereiten?". Besonderen Anklang fand die moderne, teilnehmerzentrierte Form der Konferenz, Open Space (siehe unten). Es wurde diskutiert, wie man "Europa" im Kochunterricht einbringen kann, wie Reisen nach Brüssel und Straßburg organisiert und welche Defizite die Europäische Union, vor allem im Bereich des demokratischen Mitspracherechts hat. So kamen in den drei Einheiten über 20 Themenfelder zusammen zu den Stichworten wie "Vernetzung", "Methoden", "Zukunft der EU" und "Besuch bei den Institutionen".

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Konferenz sprechen für sich:

"(…) Die Organisationsform (Moderation) war vortrefflich, weil unmittelbar auf die Klassensituation umzusetzen. Ich bin es nämlich müde, auf Seminaren ausschließlich Referaten zuzuhören. Es war für mich und für viele andere eine sehr zeitgemäße Art des Wissens- und Erfahrungsaustausches. Die Möglichkeit, mit Repräsentanten von EU- Parlament und so weiter zu sprechen, war einzigartig. (…) Es war sicherlich eine der besten Tagungen, die ich besuchte. Inhaltsvoll, zwanglos und entspannt im Umgang mit brennenden Themen. (…)"

Katharina Sticker
Volksschuldirektorin, Kärnten

"(…) Es sind nicht nur die Inhalte, die ich mitnehme sondern gerade auch die Lern- und Vermittlungsformen, die hier zu erleben waren und mit ihrem innovativen Charakter dem europäischen Gedanken mehr als gerecht wurden und werden. (…)"

Marianne Maget
BMHS, Steiermark

Die Ziele der Konferenz, dass "Europa" in der Schule verstärkt Thema wird und bleibt und Lehrerinenn und Lehrer sich vernetzten können, sind erreicht worden.

Nachstehend die Ergebnisse der Konferenz.

Factbox

Open Space ist eine 1985 entwickelte Methode vor allem für Großgruppen. Es gilt allein das "Gesetz der zwei Füße". Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann ein Thema vorschlagen und zur Diskussion stellen. Finden sich andere Interessierte zu den einzelnen Vorschlägen, entstehen Kleingruppen, die diese zeitlich begrenzt diskutieren und Lösungen für aufgeworfene Fragen entwickeln. Jede einzelne Person kann jederzeit die gewählte Gruppe verlassen und mit seinen zwei Füßen eine andere Gruppe aufsuchen. Bei alldem gilt das Prinzip "Was immer geschieht, ist das einzige, das geschehen kann." Die kreative Technik ermöglicht neue gedankliche Räume für Ideen und Lösungen, bietet ausreichend Zeit für intensiven Austausch und vertraut auf die Expertise und Lösungskompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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