Europäischer Frühling? – zwischen Bürgerprotest und Demokratiekrise

Die Europapartnerschaft suchte auch 2012 wieder Jungjournalistinnen und Jungjournalisten, die vor Ort in den EU-Mitgliedstaaten recherchieren wollen. Das Thema heuer lautet "Europäischer Frühling? – zwischen Bürgerprotest und Demokratiekrise".

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"Europäischer Frühling? – zwischen Bürgerprotest und Demokratiekrise" ist das heurige Thema. Gibt es diesen Frühling überhaupt? Überall? Wenn ja, wie äußert er sich und was sind seine Ursachen? Welche Ziele verfolgen die neuen Bewegungen, was lehnen sie ab, wofür treten sie ein? Welche Rolle spielen Soziale Medien dabei? Und wie reagieren Parteien und Institutionen auf die Proteste "von unten"? Diesen und zahlreichen weiteren Fragen ging das 27-köpfige Reporterteam auf den Grund. Die jungen Journalistinnen und Journalisten reisten von August bis Oktober für jeweils fünf Tage in alle EU-Mitgliedstaaten außer Österreich. Via Statusmeldungen, Fotos und Videos auf der eurotours-Facebook-Fanseite konnte man ihre Recherchen, Erlebnisse und Erfahrungen live miterleben.

"eurotours 2012" brisant wie nie

Demonstrationen junger "indignados" in Spanien, dramatische politische Unsicherheit in Griechenland, Wahlerfolge der "Piratenpartei" in mehreren europäischen Staaten, Proteste der "Blockupy"-Bewegung – in ganz Europa scheint die "klassische" Politik, ja das System der repräsentativen Demokratie, unter Druck zu kommen. Besonders junge Menschen – in vielen Staaten die Hauptbetroffenen der Wirtschaftskrise – suchen verstärkt nach Alternativen und neuen Perspektiven. Für die Verbreitung ihrer Anliegen nützen sie häufig andere Kanäle als die etablierten Medien.

"eurotours 2012" greift mit "Europäischer Frühling? – zwischen Bürgerprotest und Demokratiekrise" ein aktuelles Thema auf. Durch die Beiträge und Recherchen des Reporterteams will "eurotours 2012" die europaweit unterschiedlichen Zugänge zu Protest, Demokratie und Partizipation aufzeigen und Einblicke in die Lebensumstände der Menschen in und neben der Krise geben.

Jungjournalistinnen und -journalisten (bis 35 Jahren), die für ein in Österreich erscheinendes Medium im Print-, Online- oder Rundfunkbereich arbeiten, konnten sich für das Projekt bewerben.

Der Projektplan

  • 15. Juni: Bewerbungsschluss
  • Bis 21. Juni: Auswahl des Reporterteams
  • 3. Juli 2012: Kick-Off-Veranstaltung in Wien, Haus der Europäischen Union
  • 20. August bis 9. September (Reise-Schwerpunkt): Recherchereisen in die 26 EU-Staaten (außer Österreich) und Kroatien
  • Laufend: Reiseberichte in den Medien der Journalistinnen und Journalisten, auf http://www.facebook.com/eurotourseu und der Europa-Informationsplattform der Bundesregierung
  • November: Nachbesprechung mit den Journalistinnen und Journalisten in Wien.

Hintergrund des Projekts

"eurotours" geht 2012 bereits in das dritte Jahr. 2010 standen Migration und Integration im Mittelpunkt der Recherchereisen, während 2011 Bildung in den Fokus der Jungjournalistinnen und -journalisten rückte. Ziel von "eurotours" ist es, Themen näher zu beleuchten, die europaweit von Bedeutung sind. Das Erfolgsprojekt der Europapartnerschaft wird aus Gemeinschaftsmitteln der Europäischen Union finanziert und vom Kuratorium für Journalistenausbildung (KfJ) unterstützt.

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