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Reihten die EU-Bürgerinnen und -Bürger die Sorge um das sich verändernde Weltklima im Vorjahr noch an zweiter Stelle, so wurde diese laut der jüngsten Eurobarometer-Umfrage heuer von der Angst vor der Wirtschaftskrise auf Platz drei verdrängt.
16.07.2009Bundespressedienst/chö
Rauchende Schornsteine - Symbolbild für den Klimawandel (© Europäische Kommission)
An der Spitze der weltweit größten Herausforderungenliegt nach wie vor das Problem der Armut und des Mangels an Nahrung und Trinkwasser. Zwei Drittel der Unionsbürgerinnen und Bürger sehen darin das größte Gefahrenpotential für die Welt. 52 Prozent sehen es in der Wirtschafskrise und exakt die Hälfte im Klimawandel.
Tendenziell macht man sich in den Mitgliedstaaten Mittel- und Osteuropas die meisten Sorgen um die weltweite, wirtschaftliche Entwicklung, hier vor allem die Menschen in Lettland, Bulgarien, der Slowakei und Slowenien.
Den Klimawandel sehen die Bevölkerungen Schwedens, Griechenlands und Zyperns als die größte Gefahr an.
Die Fragen der Armut sowie der Lebensmittel- und Wasserknappheit werden in Schweden, Zypern und Frankreich am häufigsten genannt.
Auch die Befragten in Österreich sehen in der Armut die größte, weltweite Herausforderung, hierzulande allerdings gefolgt von Klimawandel. Die Wirtschaftskrise nennen die Österreicherinnen und Österreicher erst an dritter Stelle.
Wenn es um den Kampf gegen den Klimawendel geht, glaubt diesen eine klare Mehrheit der europäischen Bevölkerung noch nicht verloren (58 Prozent). Knapp ein Drittel sieht jedoch bereits schwarz.
Sechs von zehn Befragten geben an, auch schon persönlich etwas gegen Erderwärmung, CO²-Ausstoß, etc. unternommen zu haben. Österreich liegt mit 65 Prozent aktiver Klimaschützerinnen und –schützer im oberen, europäischen Mittelfeld, aber klar hinter Ländern wie Schweden, Frankreich und Slowenien. Dort wollenjeweils deutlich mehr als drei Viertel bereits einen aktiven Beitrag gegen den Klimawandel geleistet haben.
Und weil gerade viel von Projekten, wie Desertec (geplante, riesige Sonnenkraftwerke in der Sahara Link: www.desertec.org) die Rede ist: Die Nutzung alternativer Energiequellen halten drei von vier Befragten für ein wirksames Mittel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.
Für die Eurobarometer-Umfrage wurden im Jänner und Februar 2009 insgesamt 30.232 Personen in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie den Kandidatenländern (Kroatien, Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien, Türkei) befragt (in Österreich 1.000).
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