Fem-FiT - Qualifizierung in nicht traditionellen Berufen

Der Arbeitsmarkt meldet steigenden Bedarf nach Menschen mit technischer Ausbildung. Das hat Sonja Z. motiviert, sich für Fem-FIT anzumelden. "Ich habe mich eigentlich immer schon für Technik interessiert, aber für ein Mädchen war es total unüblich, Tischlerin oder Mechanikerin zu werden. So habe ich eine Lehre als Friseurin gemacht", erzählt Sonja Z.

Nach der Geburt ihrer Kinder schaffte sie den Wiedereinstieg in ihren alten Beruf nicht und entschloss sich daher zu einem beruflichen "Neustart" in Richtung Technik.

Das Projekt Fem-FIT im burgenländischen Jennersdorf (Träger: ZIB Training) ermöglichte Frauen ein "Schnuppern" in nicht traditionelle Berufe. Durch Praktika und Exkursionen wurde das Interesse für technische Berufe geweckt und gesteigert. Vor allem aber sollte den Frauen die Berührungsangst vor der vermeintlich "schwierigen" Technik genommen werden.

Gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) erarbeiteten die Teilnehmerinnen einen Ausbildungsvorschlag, wie sie sich technisch weiter qualifizieren wollten. Vom Lehr- oder Fachschulabschluss bis zur Kurzqualifizierung innerhalb des Fem-FiT Kurszeitraums (zum Beispiel spezielles EDV-Programm erlernen, Staplerschein) war alles möglich. Die Weiterqualifizierung wurde mit bis zu 2.000 Euro pro Teilnehmerin gefördert.

Die Projektleitung ist stolz darauf, dass drei Monate nach Projektende mehr als 60 Prozent der Teilnehmerinnen eine neue Beschäftigung gefunden hatten. Sonja Z. absolvierte einen EDV-Kurs zur Bedienung von Maschinen und hofft auf einen Job im Bereich Maschinenbau.

Schraubenschlüssel

Frauen und Technik - kein Widerspruch (© AMS)

Voraussetzungen

Arbeitslos vorgemerkte Frauen und Wiedereinsteigerinnen mit
Interesse an handwerklichen und technischen Berufen

Bewerbung

Projekt leider abgeschlossen. Wir informieren an dieser Stelle, sollte das Programm wieder aufgenommen werden.

Ablauf der Beschäftigung

Die Teilnehmerinnen erhalten Informationen über neue Berufsbilder im technischen Bereich. Zudem können sie in Firmen "hineinschnuppern" und werden bei der Jobsuche unterstützt. Das Projekt unterstützt die Kursteilnehmerinnen bei der Auswahl und Absolvierung von Ausbildungen.

Fakten

  • 15 Plätze standen 2009 für die Teilnehmerinnen zur Verfügung.
  • 67.624 Euro standen an Fördergeldern im Jahr 2009 zur Verfügung.
  • Die EU beteiligte sich mit 37.542 Euro aus Mitteln des ESF an diesen Kosten.