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Eine Marktnische hat die LEO GmbH (Lern- und Entwicklungswerkstätte Oststeiermark) für sich entdeckt: den Betrieb einer Pflanzenöltankstelle im steirischen Großsteinbach.
Mag. Peter Prettenhofer, Geschäftsführer von LEO, erklärt: "Wir leisten durch den Umbau von Fahrzeugen auf den Betrieb mit Pflanzenöl einen Beitrag zur Umweltfreundlichkeit. Denn Pflanzenöl enthält keine Schwermetalle und setzt bei der Verbrennung keine Schadstoffe frei."
Franz K. ist bei LEO beschäftigt und auf den Umbau von Fahrzeugen für den Betrieb mit Pflanzenöl spezialisiert. Während er ein Auto an der Zapfsäule auftankt, erklärt er: "Ich war lange in einer großen Maschinenbaufirma beschäftigt, aber seit über zwei Jahren arbeitslos. Die Betriebe zögern, ältere Arbeiter wie mich aufzunehmen. Hier bei LEO kann ich mich weiter qualifizieren und bekomme auch mit über 55 Jahren wieder die Chance auf einen Job."
Franz K. und seine KollegInnen reparieren Fahrzeuge und Maschinen, fertigen Zäune an oder erzeugen Ladeflächenaufbauten für Spezialtransporte.
Lern- und Entwicklungswerkstätte Oststeiermark Die Beschäftigten in der Autowerkstatt. (© LEO)
Der Erfolg spricht für sich: Bereits drei Monate nach Ende der Teilnahme an LEO fanden rund 45 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Beschäftigung. Auch Franz K. hat bereits gute Aussichten auf einen Job in einem nahen Industriebetrieb.
Langzeitarbeitslos (länger als 365 Tage) mit Interesse und Erfahrungen in der Metallverarbeitung bei gleichzeitiger Meldung beim AMS.
Die maximale Beschäftigungsdauer bei LEO beträgt 10 Monate (Entlohnung in Anlehnung an den Kollektivvertrag Metallgewerbe). Während dieser Zeit besteht die Möglichkeit, eine Höherqualifizierung zu absolvieren, an Schulungen teilzunehmen. Das AMS unterstützt bei der anschließenden Jobsuche.
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