Neu anpacken mit "Back ma's"

Jugendliche zwischen 15 und 23 Jahren erhielten im oberösterreichischen Ansfelden eine Lehrstelle als Bäckerin und Bäcker oder als Konditorin und Konditor.

Projektleiter Edgar Gratzer von der Caritas für Menschen mit Behinderungen (CmB) sagt: "Unsere Jugendlichen brauchen für einige Aufgaben in der Schule vielleicht etwas mehr Zeit als andere Lehrlinge. Aber sie können hier vor allem in der Praxis zeigen, was in ihnen steckt."

Zwei Lehrlinge formen Salzstangerln.

Back ma's Die Lehrlinge "backen" mit Begeisterung an. (© Caritas Linz)

Das Projekt "Back ma's" wird gemeinsam von der Caritas und der Bioholzofenbäckerei GmbH betrieben. Neben der praktischen Ausbildung im Betrieb erhalten die Lehrlinge auch Unterstützung, wenn sie Probleme in der Berufsschule haben. Ziel ist es, möglichst viele Jugendliche zum erfolgreichen Lehrabschluss zu bringen. Projektleiter Gratzer ist überzeugt: "Wer bei uns eine Lehre absolviert, hat danach gute Chancen auf einen Job am Arbeitsmarkt."

Zielgruppe

  • Sonderpädagogischer Förderbedarf in einzelnen Fächern oder
  • Besuch einer allgemeinen Sonderschule oder
  • Erhöhte Familienbeihilfe oder
  • Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 30 Prozent oder
  • Emotionale oder soziale Beeinträchtigung

Ablauf der Beschäftigung

Die Jugendlichen absolvieren im Rahmen einer Lehre die Ausbildung zur Bäckerin beziehungsweise zum Bäcker oder zur Konditorin beziehungsweise zum Konditor. Sie erhalten eine Lehrlingsentschädigung nach Kollektivvertrag. Für die Dauer der Ausbildung ist eine Unterbringung in betreuten Wohngruppen im Raum Linz möglich. Ziel der Ausbildung ist der positive Abschluss der Berufsschule und die erfolgreich abgelegte Lehrabschlussprüfung. Die Lehrlinge werden dabei drei Mal in der Woche durch Nachhilfe und Schulungen unterstützt.

Fakten

  • Derzeit nehmen zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer (sieben Bäcker-, drei Konditorlehre) am Projekt teil. Da der Projektstart im Juni 2008 erfolgt ist, gibt es
    wegen der verlängerten Lehrzeit (vier Jahre) noch keine Abschlüsse.
  • Im Jahr 2009 betrugen die Förderkosten (bei sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern) insgesamt 141.525 Euro.
  • Die EU trägt 30 Prozent der Projektkosten (42.457,50 Euro) aus Mitteln des ESF.