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Ein Casting für ein Kunstprojekt als erfolgreicher Einstieg in die Berufswelt für Jugendliche? Können Sie sich das vorstellen? Dem Projekt "Kunst.Werk.Arbeit", das zum zweiten Mal von November 2008 bis Sommer 2009 von den Firmen Mentor und ibis acam im Auftrag des AMS durchgeführt wurde und dessen dritter Durchgang in Planung ist, gelang genau das.
Jugendliche, die über keine abgeschlossene Ausbildung verfügten, wurden aufgefordert sich bei einem Casting vorzustellen. Dabei kamen sowohl Jugendliche zusammen, die beim AMS gemeldet waren, als auch Jugendliche, die schon sämtliche soziale Betreuungsmaßnahmen hinter sich gelassen hatten. Unter der künstlerischen Leitung von Simon Pichler arbeiteten insgesamt sieben Künstlerinnen und Künstler und Sozialpädagogen 19 Wochen lang mit den Jugendlichen. Das Ergebnis war nicht nur eine Multi-Art-Performance, die Elemente des Schauspiels, des Tanzes, der Maske, des Films und der Musik enthielt. Die Jugendlichen reiften auch in und mit der Arbeit.
"Die Umsetzung dieser Produktion stellte für alle Jugendlichen eine große Herausforderung an ihren Mut und ihre Bereitschaft, Grenzen zu überwinden, dar", erzählt Andreas Höllinger (Regionalmanager von Mentor). Die kreative Arbeit öffnete den Zugang zu verborgenen Fähigkeiten und Talenten und gab Orientierung, wo oftmals keine mehr war. Manche dieser Fähigkeiten waren aber nicht nur auf der Bühne zu beobachten, sondern auch in den Proben, bei der Organisation der Vorführungen, dem Marketing und der Abrechnung. Höllinger berichtet weiters: "Mehr als 50 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben neuen Anschluss gefunden, in Form eines Arbeitsplatzes, einer Ausbildung oder eines Studiums. Kunst macht’s möglich."
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes kurz vor der Premiere (© Mentor)
Weiße Tanzintervention - (© Mentor)
Ausführliche Bildbeschreibung
Jugendliche, zwischen 15 und 19 Jahren, die noch keine Berufsentscheidung getroffen oder ihre Ausbildung abgebrochen hatten und beim AMS gemeldet waren. Letzteres war keine Bedingung.
Das Projekt hatte nicht zum Ziel, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Künstlerinnen und Künstlern auszubilden, sondern ihnen ihre Talente und Fähigkeiten bewusst zu machen. Das Projekt war in fünf Phasen unterteilt (Casting, Entwicklung, Umsetzung, Aufführung, Berufsvorbereitung), die zwischen drei und zwölf Wochen dauerten. Das Projekt wurde sowohl von Künstlerinnen und Künstler begleitet als auch von sozialpädagogisch geschultem Personal. Das Lernen erfolgte durch die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung des Kunstwerks.
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