Inhalt

EU-Mobilitätsprojekt ermöglicht Urlaubsfahrten mit E-Autos

Rund um und in Österreich wird das Netz an E-Auto-Tankstellen dichter.

E-Auto © European Union/Mohammed Kamal

30.8.2017/TMI

Kurz gefasst

Entlang der Haupturlaubsrouten rund um und in Österreich gibt es immer mehr Ladestationen für Elektro-Autos. Durch das von der EU geförderte Mobilitätsprojekt "Central European Green Corridors" wurden in Österreich, Deutschland, der Slowakei, Slowenien und Kroatien insgesamt 115 neue Schnellladestationen errichtet. Damit soll es möglich sein, sorglos mit dem E-Auto in den Urlaub zu fahren. 

Besonders bei Fernreisen machen batteriegetriebene Autos eine intensive Planung der Route nötig, will man sich nicht von einer leeren Batterie eine längere Fahrpause aufzwingen lassen. Diesen Mangel an Ladestationen für E-Autos will das Projekt "Central European Green Corridors" (CEGC) beheben. Bislang wurden in Österreich, Deutschland, der Slowakei, Slowenien und Kroatien im Rahmen der von der EU geförderten Mobilitätsmaßnahme 115 neue Schnelladestationen für E-Autos errichtet.

Die 115 grünen Punkte auf der Landkarte von Mitteleuropa markieren die Ladestationen für E-Autos, die durch das EU-geförderte Mobilitätsprogram "Central European Green Corridors" errichtet wurden. © www.cegc-project.eu/network
Die 115 CEGC-Ladestationen für E-Autos in Mitteleuropa (© www.cegc-project.eu/network)

Auf den rund 400 Kilometern von Wien nach Ljubljana stehen nun beispielsweise 20 Ladestationen zur Verfügung. Laut Expertinnen und Experten dauert das Aufladen der Elektroauto-Batterie auf 80 Prozent rund 30 Minuten.

Das Projekt CEGC wurde in Kooperation mit Automobilunternehmen und Energiekonzernen durchgeführt. Es verfügt über ein Gesamtbudget von 7,1 Millionen Euro, wobei die EU-Kommission rund die Hälfte davon finanziert.

Österreichisches Unternehmen koordiniert CEGC

Möglich wurde "Central European Green Corridors" durch ein österreichisches Unternehmen: Die Verbund AG übernahm die Koordination des Projektes. Unter anderem kümmert sich der Energie-Konzern um die grenzüberschreitende Implementierung der Stromnetze und die Integration der IT-Systeme der Fahrzeughersteller.

Das Projekt zeigt, dass eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Energiewirtschaft und Fahrzeugindustrie umweltfreundliche Standards sehr schnell verbessern kann.

E-Autos als Ersatz für Verbrennungsmotoren

Foto Auto-Auspuff
Die Zukunft für Benzin- und Dieselautos sieht düster aus (© European Union/François Walschaerts)

Besonders die Aufdeckung einer Reihe von Diesel-Skandalen - deutsche Fahrzeughersteller hatten bei den Abgaswerten ihrer Dieselmotoren getrickst - hat die Diskussion um eine bessere Infrastruktur für E-Autos in den letzten 2 Jahren neu belebt.

Anfang August 2017 betonte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Zusammentreffen mit deutschen Automobilherstellern, dass sie ein grundsätzliches Verbot von Verbrennungsmotoren langfristig befürworte. Einen Zeitpunkt für das Ende von mit Diesel und Benzin betriebenen Autos nannte sie nicht.

Kern referiert in Alpbach
Christian Kern beim Europäischen Forum Alpbach (© BKA/Andy Wenzel)

Vorteile von "Grünen Innovationen" sieht auch Bundeskanzler Christian Kern. Eine Strategie zur Forcierung von erneuerbarer Energie würde nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch zusätzliche Jobs schaffen, so der Bundeskanzler beim Europäischen Forum Alpbach.

Eine flächendeckende Umstellung auf die umweltfreundlicheren Fahrzeuge kann es jedoch nur geben, wenn zuvor die Infrastruktur der Ladestationen ausgebaut wird. Mehr Ladestationen für E-Autos um und in Österreich ist ein erster Schritt in diese Richtung.

Webtipps