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Klimagipfel in Paris: "Make our planet great again"

"One Planet Summit" fordert Finanzierung der Klimaziele

One Planet © Europäische Kommission
"One Planet Summit" fordert Finanzierung der Klimaziele

13.12.2017/NTU

Kurz gefasst

Am zweiten Jahrestag des Pariser Abkommens verpflichteten sich internationale Interessensvertreterinnen und Interessensvertreter zu konkreteren Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele. Vor allem die Finanzierung des Klimaschutzes soll effektiver umgesetzt werden. Die Europäische Kommission nahm den "One Planet Summit" als Anlass, um ihren neuen Aktionsplan für den Planeten vorzustellen.

Über 4 000 Expertinnen und Experten, die für eine moderne und saubere Wirtschaft eintreten, und Klimainvestoren saßen am Jahrestag des Pariser Abkommens an einem Tisch. Ziel der von Frankreichs Präsident Macron organisierten Zusammenkunft war es, nicht nur ein Zeichen zu setzen, sondern auch die Bereitstellung finanzieller Mittel – vor allem aus dem privaten Sektor – für den Klimaschutz zu aktivieren. Auch wenn beim Gipfel mit 50 Staats- und Regierungsspitzen keine offiziellen politischen Beschlüsse gefasst wurden, so versprachen doch mehr als 200 institutionelle Investitionsfirmen, sich für die Reduktion der Treibhausgase einzusetzen.

Die Europäische Kommission kündigte beim "One Planet Summit" ihrerseits einen neuen Aktionsplan an, der mit 10 Initiativen Europas Beitrag zu einer modernen, grünen Weltwirtschaft und einer faireren Gesellschaft stärken soll. So sollen EU-Unternehmen ihre Vorreiterrolle im Bereich erneuerbarer Energie, Energieeffizienz und sauberer Technologie weiter ausbauen – dies will die Kommission durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen unterstützen. Wie Kommissionspräsident Juncker verdeutlichte: "Jetzt ist der Zeitpunkt, mehr Einsatz zu zeigen und alle regulatorischen, finanziellen und sonstigen Hebel in Bewegung zu setzen, damit wir die ehrgeizigen Ziele, die wir selbst gesetzt haben, realisieren können."

(Video auf der Webseite der Europäischen Kommission ansehen.)

Mehr Geld für den Klimaschutz

Bei 4 Podiumsdiskussionen erörterten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gipfels, wie die Klimaziele aus dem Jahr 2015 nachhaltig realisiert werden können. Es müsse die Finanzierung des Klimaschutzes angekurbelt werden, Investitionen in Richtung nachhaltiger Wirtschaft gelenkt, regionale Initiativen stärker unterstützt, und öffentliche Grundsätze zugunsten des ökologischen Wandels gestärkt werden, so der Grundtenor.

Gemeinsam Maßnahmen setzen

Erdbild hinter Baum

Die Botschaft des französischen Präsidenten ist wohl bei allen angekommen: Die Weltgemeinschaft muss noch intensiver an der Begrenzung der Erderwärmung arbeiten – mit oder ohne den USA. In Anlehnung an den Wahlslogan des derzeitigen US-Präsidenten, der den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Abkommen im Sommer verkündet hatte, lautete das inoffizielle Motto des Gipfels "Make our planet great again".

Einen Tag lang sprachen internationale Politikerinnen und Politiker, einflussreiche Persönlichkeiten aus der Finanz- und Wirtschaftswelt sowie Umweltaktivisten über die Frage, wie man die Ziele des Pariser Abkommens vom 12. Dezember 2015 gemeinsam effizienter und durch konkretes Handeln umsetzen könne. Dass es dabei in erster Linie ums Geld geht, war zu erwarten: der Klimaschutz und grüne Technologien müssen ja irgendwie finanziert werden. Der Gipfel lieferte immerhin erste Zugeständnisse.

Hintergrundinformationen zur globalen Nachhaltigkeitsstrategie:

Bei einem hochrangigen Gipfeltreffen der Vereinten Nationen vom 25. bis 27. September 2015 wurde die "Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung" beschlossen. Bei den Verhandlungen übernahm die EU eine führende Rolle. Alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichteten sich, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 hinzuarbeiten.

In Österreich wurden alle Bundesministerien mit dem Ministerratsbeschluss vom 12. Jänner 2016 zur kohärenten Umsetzung der "Agenda 2030" beauftragt.

Ein weiterer Schritt zum globalen Umweltschutz lieferte das Pariser Abkommen. Das Hauptziel des Pariser Abkommens, das am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet wurde, ist es, die Emission von Klimagasen bis zum Jahr 2050 netto auf null zu senken und den Anstieg der Erdtemperatur auf möglichst 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

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