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Weiteres Hilfspaket für Griechenland beschlossen

Die Euro-Finanzministerinnen und -minister beschließen weitere 6,7 Milliarden für Griechenland

Fahnen: EU, Griechenland © EU

Kurz gesagt

Am 23. Jänner 2018 einigten sich die Euro-Finanzministerinnen und -minister in Brüssel auf ein weiteres Hilfspaket. Noch im Februar fließen 6,7 Milliarden Euro an Griechenland. Läuft alles wie geplant, sollte das dritte Hilfspaket planmäßig im August 2018 auslaufen. Schuldenerleichterungen sind aber weiterhin keine in Sicht.

Sehr schnell einigten sich die Euro-Finanzministerinnen und -minister am 23. Jänner 2018 auf die letzte Hilfstranche des dritten Rettungspakets für Griechenland. Noch bis Ende Februar werden insgesamt 6,7 Milliarden Euro ausbezahlt. Der größte Teil des Geldes fließt, damit Griechenland  Altschulden bezahlen kann. Ein kleinerer Teil wird zur Begleichung offener Rechnungen im öffentlichen Dienst genutzt.

Eurogruppen-Chef Mário Centeno © European Union
Eurogruppen-Chef Mário Centeno © European Union

Griechenland, das sich schon seit 2010 mit internationalen Krediten über Wasser hält, bekommt derzeit das dritte Hilfsprogramm in Höhe von insgesamt 86 Milliarden Euro. Mit August 2018 soll dieses Programm planmäßig enden und Athen sich im Anschluss daran wieder selber finanzieren

IWF pocht weiter auf Schuldenerleichterungen

Der Internationalen Währungsfonds (IWF) kündigte im Sommer 2017 an, sich mit einem eigenen Griechenland-Programm an dem Hilfspaket beteiligen zu wollen. Er verlangt aber von den Europäern Schuldenerleichterungen. Denn der IWF hegt größte Zweifel an der Schuldentragfähigkeit Griechenlands und möchte nur Geld verleihen, wenn auch tatsächlich klar ist, dass die Schulden zurückgezahlt werden können.

Eine konkrete Zusage für die Erleichterung von Schulden konnte auch dieses Mal nicht erreicht werden. Die Euro-Gruppe möchte sich vor dem Ablauf des dritten Hilfsprogramms im August 2018 auf keine Schuldenerleichterungen festlegen. 

Griechenland setzt alle Reformen um

Nachdem Griechenland alle zum Teil sehr harten Steuer-, Pensions- und Arbeitsmarktreformen umgesetzt hat, benötigt es noch immer frisches Geld.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras versuchte bis dato erfolglos zu erreichen, dass die Rückzahlung der Schulden an das Wirtschaftswachstum gekoppelt wird. Dadurch müsste Athen mehr Schulden zurückzahlen, falls die griechische Wirtschaft in den kommenden Jahren kräftiger wachsen würde, jedoch weniger, wenn die Wirtschaft stagniert.

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