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Österreich beim E-Government-Vergleich im Spitzenfeld

Positiver Trend bei der Digitalisierung öffentlicher Dienste setzt sich fort.

Symbolbild: E-Government © Pixabay

29.11.2017/TMI

Kurz gefasst

Österreich ist im heurigen E-Government-Vergleich der Europäischen Kommission unter den Top 5. Besonders in den Kategorien Zugänglichkeit, Transparenz und Mobilität liegt Österreich im Spitzenfeld. Die Europäische Kommission veröffentlicht den  "eGovernment Benchmark" jährlich und vergleicht die E-Government-Maßnahmen von 34 europäischen Staaten.

Zugänglichkeit, Transparenz und Mobilität – in diesen Kategorien schneidet Österreich im heurigen "eGovernment Benchmark"-Bericht der Europäischen Kommission am besten ab. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich Österreich um einen Platz verbessert und sich damit in den Top 5 aller europäischen Vergleichsländer positioniert.

Zusätzlich schaffen es 3 österreichische E-Government-Maßnahmen in die Liste der Best-Practice-Beispiele: die antragslose Arbeitnehmerveranlagung, die antragslose Familienbeihilfe und die Serviceplattform HELP.gv.at. Dennoch betonte die für Digitalisierung zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar: "Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen." Wichtig sei es, gemeinsam mit Ländern und Gemeinden das E-Government-System stetig weiterzuentwickeln.

Nutzung von E-Government im öffentlichen Bereich in Europa © EU-Kommission
Nutzung von E-Government im öffentlichen Bereich in Europa © EU-Kommission

Faktor Familie erstmals in die Untersuchung miteinbezogen

Jährlich veröffentlicht die Europäische Kommission einen Bericht über die Digitalisierung im Öffentlichen Dienst. Der "eGovernment Benchmark" untersucht digitale Verwaltungsservices in den 28 EU-Staaten sowie in Island, Mazedonien, Norwegen, Serbien, der Schweiz und der Türkei.

Wichtigsten Säulen der europäischen Digitalstrategie: Zugang zu E-Government-Diensten, Schaffung guter digitaler Bedingungen, Ausschöpfung des Wachstumspotenzials der digitalen Wirtschaft © EU-Kommission
Die 3 wichtigsten Säulen der europäischen Digitalstrategie © EU-Kommission

Die komplette Bestandsaufnahme für den E-Government-Bericht dauert 2 Jahre, da die Kommission jedes Jahr abwechselnd andere Faktoren zur Untersuchung hinzuzieht. Bei den untersuchten Daten von geraden Jahren konzentriert sich der Bericht auf die Faktoren Firmengründung, Verlust einer Arbeitsstelle und Arbeitssuche, Studieren und auf das Familienleben. In ungeraden Jahren liegt der Fokus des Berichts auf Faktoren wie reguläre Geschäftsprozesse, Wechsel des Wohnorts, Besitz eines Autos und kleine Verfahrensansprüche. Der aktuell veröffentlichte "eGovernment Benchmark 2017"-Bericht verwendet Daten aus dem Jahr 2016.

Die Digitalstrategie der Europäischen Union

Der europäische E-Government-Vergleich ist Teil der europäischen Digitalstrategie. Ziel der Europäischen Union ist es, die digitalen Möglichkeiten für Bürgerinnen, Bürger und für die Wirtschaft bis 2020 zu maximieren und Europa zu einem Vorreiter bei der Digitalisierung zu machen. 

Die Strategie besteht aus 3 wichtigen Säulen:

  • Zugänglichkeit: Digitale Produkte und Services sollen für Konsumentinnen, Konsumenten und Firmen besser zugänglich sein.
  • Umwelt: Wichtig ist es, dass bessere und innovativere Bedingungen für die Funktion von digitalen Verbindungen geschaffen werden.
  • Wirtschaft & Gesellschaft: Das Wachstumspotential der digitalen Wirtschaft soll maximiert werden.

Webtipps

Berichte zum "eGovernment Benchmark" der Europäischen Kommission, Oktober 2017 (in Englisch)

Siehe auch