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Weniger Stromverbrauch = Mehr Geld für die Konsumentinnen und Konsumenten

EU setzt auf sparsamere Haushaltsgeräte

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28.01.2015/SWE

Energie - und damit Geld - sparen: Das will die neue EU-Regel mit dem sperrigen Titel "Ökodesign-Richtlinie" erreichen, die seit Jahresbeginn in Kraft ist. Strengere Bestimmungen müssen seitdem etwa Kaffeemaschinen, Modems, Router oder Drucker erfüllen. Ziel der neuen Anforderungen ist es, den Energieverbrauch der Produkte zu verringern, aber auch andere negative Umweltauswirkungen bei der Produktion, wie Schadstoffausstoß, Abfälle oder Wasserverbrauch zu senken.

Wie alle Energieeffizienz-Vorgaben gelten die Regeln nur für neue Produkte, die seit 1. Januar 2015 auf dem Markt sind. Ältere Modelle dürfen weiterhin verkauft und verwendet werden.

Jährliche Ersparnis von 465 Euro pro Haushalt

Durch den Einsatz von energieeffizienteren Geräten, so die Berechnung der EU-Kommission, kann jeder Haushalt jährlich 465 Euro einsparen. Die Richtlinie ist Teil eines Maßnahmenpaketes, das dazu beitragen soll, die Energieeffizienz in der EU bis 2020 um 20 Prozent zu steigern.

Kaffeemaschine
Kaffeemaschinen helfen beim Energiesparen (© Nespresso)

Ein Schlüssel dazu ist der niedrigere Stromverbrauch von Geräten des täglichen Gebrauchs. Das sind etwa Netzwerkgeräte wie Router, Receiver, Modems oder Drucker: Sie dürfen im Ruhezustand je nach Leistungsfähigkeit nur noch maximal 12 bzw. 6 Watt, ab 2017 nicht mehr als 8 bzw. 3 Watt verbrauchen. Auch Kaffeemaschinen helfen beim Energiesparen: Filter-Kaffeemaschinen mit Isolierkanne müssen sich spätestens fünf Minuten nach dem letzten Brühvorgang abschalten, Geräte ohne Isolierbehälter nach maximal 40 Minuten. Espressomaschinen müssen sich unmittelbar nach dem Brühvorgang, nachdem Vorheizen und Reinigung abgeschlossen sind, abschalten.

Energieverbrauch von Haushaltsgeräten besser kennzeichnen

Das EU-Energielabel
Das EU-Energielabel weist den Energieverbrauch von Geräten aus: Hersteller, Modellbezeichnung, Energieeffizienzklasse von A (beste) bis G (schlechteste), fluiddynamische Effizienzklasse von A (beste) bis G (schlechteste), Beleuchtungseffizienzklasse von A (beste) bis G (schlechteste), durchschnittlicher jährlicher Energiebrauch bei täglicher Nutzung von einer Stunde (kWh/annum), Klasse für den Fettabscheidegrad von A (beste) bis G (schlechteste), Geräuschentwicklung im Betrieb in Dezibel (© Europäische Kommission)

Neues auch bei der Richtlinie über die Energieverbrauchskennzeichnung: Seit Jahresbeginn müssen Einzelhändler den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten klarer ausweisen, wenn sie ihre Produkte im Internet verkaufen. Das erleichtert Konsumentinnen und Konsumenten den Vergleich zwischen mehreren Produkten. Zudem benötigen neue Gasherde und Dunstabzugshauben für den Haushalt nun ein Energielabel.

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